Künstlerbücher sind andere Orte.

Sie geben Daniela Junghans die Möglichkeit mit dem Objekt Buch als Medium zu experimentieren. In kostbaren und intimen Einsichten geht es darin um ein Fehlen und Verfehlen, um Unzulänglichkeiten der menschlichen Existenz, die stilbewusst in Relation gestellt werden zur unreinen und zum Teil beschädigten, von Spuren der Abnutzung gezeichneten Erscheinungsform des Einzelexemplars.

Die Haptik der analogen, zum Groflteil fehlerhaften Fotografien und Found Objects wird kompensiert durch den konsequenten Gebrauch der einebnenden Fotokopie, minimal erweitert durch größtenteils handschriftlich hinzugefügte Zeichnungen und Anekdoten.
Ihr unverkennbar sensibler Umgang mit Wort, Bild und Material, ihr ästhetisch-poetischer Einsatz von tautologischen, linguistischen und fotografischen Experimenten, lässt das im Projektraum ausgestellte Buch zu einem Buch werden, welches an neue Lesarten und Formen der Rezeption appelliert.

Daniela Junghans - Bilder sprechen oft nicht
Vita

1980 geboren in Zwickau
lebt und arbeitet in Weimar

Ausbildung

2008
Gastsemester an der Kunstakademie Münster in der Klasse Daniele Buetti

seit 2005
Studium der Freien Kunst an der Bauhaus Universität Weimar mit Schwerpunkt Fotografie

2001 - 2003
Studium der Philosophie an der Universität Leipzig

1999 - 2001
Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin für Grafik am BSZ e.o.plauen im Vogtland

Ausstellungen

2007
Deutsch-Polnische Woche,
Universität Jena

2008
Zeitgeist, FH L¸beck

2004
"Szenen einer guten Ehe oder warum ich die Fotografie liebe", Cafard, Dresden


Stand 2008


Then down a little way
Through the trash
Towards where
All dark no begging
No giving no words
No sense no need
Through the scum
Down a litttle way
To whence one glimpse
Of that wellhead.
S.B.



www.danielajunghans.de